Erlebnisbericht eines Luftgrafen von Warstein
„Sind Sie schon mal mit einem Heissluftballon gefahren?“
fragte mich Herr Kuenen, Repräsentant der Papier Union im Juli 2009. Ich verneinte seine Frage und er lud mich ein, dies an der Montgolfiade 2009 in Warstein mit dem Lumi-Ballon zu ändern.
Es war Samstag, 12. September, als mich Herr Kuenen zu Hause abholte, um mit mir nach Warstein zu fahren. Nach 1 1/2 Stunden Fahrt kamen wir an der Ballonwiese an und trafen uns mit den anderen geladenen Gästen zu einem kleinen Imbiss und natürlich zu einem „Warsteiner“
Die Gruppe bestand aus vielen netten Menschen aus der Druckindustrie.
Wir unterhielten uns angeregt und so verging die Zeit sehr kurzweilig, bis uns Herr Brück, der Niederlassungsleiter Köln, zum Aufbruch anhielt, denn wir hatten gute Wetterbedingungen um die Fahrt beginnen zu können. Dies ist nicht immer der Fall, die thermischen Verhältnisse, wie Windgeschwindigkeit und das Wetter an sich, sind elementare Grundvoraussetzungen, um eine Ballonfahrt vornehmen zu können. Doch der Wettergott war uns hold, und wir gingen zum Startplatz, wo uns das Ballonteam bereits erwartete.
Imposant waren die Ballonhüllen, die teilweise schon auf dem Boden ausgebreitet lagen. Aber vor das eigene Vergnügen hat der liebe Gott den Schweiß gesetzt. Auch wir wuchteten den Korb des Ballons von Anhängers und legten die Ballonhülle auf der Wiese aus. Sehr viel blaues Tuch!!!
Unser Ballonführer Klaus erklärte uns den Ablauf des Aufbaus. Verhaltensweisen wurden besprochen und die Standplätze im Korb zugewiesen so wie die Einstiegsfolge. Der Korb wurde auf die Seite gekippt, die Ballonhülle mit dem Korb verschäkelt und alle Seile ausgerichtet.
Und dann wurde es heiß!!
Mittels eines riesigen Ventilators wurde die Luft in die Ballonhülle geblasen, anschließend erhitzte der Brenner die Luft. Der Ballon gewann mehr und mehr an Form. Seine Öffnung wurde von 2 Männern aufgehalten, so dass die Heißluft direkt in die Ballonhülle gelangte. Einer davon war ich und auch mir wurde gut warm. Langsam aber sicher wuchs der Ballon zu seiner vollen Größe und stellte sich in den Abendhimmel.
Alle Mann (und Frau) an Bord und Leinen los. Relativ schnell gewannen wir an Höhe, und zogen mit dem Wind am Himmel entlang. Die Stille in dieser Höhe war wunderbar, denn das einzige, was man hörte, war das Zündeln der Brennerflamme und ab und zu den Brenner, wenn wir an Höhe verloren und Klaus, unser Ballonführer das Ventil öffnen musste.
Weiter in Richtung Süden brachte uns der Wind über Felder und Wälder, begleitet von anderen Ballons deren Konturen sich im Abendhimmel bei jedem Zünden der Gasflamme abzeichneten. Es war ein wunderbares Erlebnis!!
Nach ca. 1 Stunden Fahrtzeit suchte unser Ballonführer Klaus einen geeigneten Platz für die Landung, und ich muss sagen „Chapeaux für dieses gekonnte Manöver“, denn der Korb kippte nicht, sondern wir landeten aufrecht auf der Wiese. Wir hatten eine wunderschöne Ballonfahrt hinter uns. Westerbödefeld (kennt sonst kein Mensch) war unser Landeort. 1 Stunde 20 Minuten in der Luft mit einer maximalen Höhe von 1.100 m hatten wir hinter uns gebracht.
Auch unser Verfolgerwagen war eingetroffen, und wir bekamen nach guter alter Ballonfahrersitte unsere Taufe und unsere Erhebung in den Adelsstand, wie es bei den Ballonfahrern Brauch ist. Feuer, Wasser und Luft waren unsere Paten und wir bekamen die Taufurkunde ausgehändigt. Eine schöne Erinnerung an dieses Erlebnis.
Ballon zusammenfalten, in den Sack verpacken, Korb verstauen und zurück nach Warstein fahren, war der Abschluss eines aufregenden Tages mit dem Lumi-Ballon der Papier Union.
Am Ende meiner Erzählung kann ich nur noch sagen:
Glück ab und Gut Land!
jörg paßmann, das druckhaus beineke dickmanns
oder Edelmann Jörg, wagemutiger Landungsspezialist hinter Pferden und Kühen
Bilder-Galerie
Klicken Sie auf ein Bild um die Galerie zu starten



