Lumi in Bonn
Nett, klein, überschaubar und familiär: so sollte das 1. Bonner Ballonfestival auf den dortigen Rheinauen sein. Ein wunderbares Gelände. Doch leider spielte das Wetter nicht mit: Stürme aus Nordosten, die auch unerwartet am Abend nicht nachließen. Der erste Start am Freitagabend konnte erst vor Ort abgesagt werden. Die angereisten Teilnehmer nahmen es mit Humor und die Sektflaschen aus dem Rucksack: selten war eine Startabsage so heiter.
Auch am Samstagabend sah es ungünstig aus: keiner konnte noch um 16 Uhr glauben, dass ein Start möglich wäre: Regen peitschte über den Platz. Aber die Vorhersagen waren günstig und wie angekündigt war das Wetter um 18 Uhr startklar. Die Teilnehmer bereuten nicht, allen Befürchtungen zum Trotz, bis aus Düsseldorf angereist zu sein. Der Ballon hob sanft ab, fuhr über den Rhein, das Siebengebirge, Kloster Heisterbach und landete ebenso sanft am Rande von Stieldorf. Allerdings lag der Landeplatz so versteckt zwischen kleinen Wäldchen, dass die Verfolgermannschaft Schwierigkeiten hatte, den Zufahrtsweg zu finden.
Nach dem schweißtreibenden Einpacken des Ballons ging es zurück zu den Rheinauen. Hier standen schon die ersten Ballone zum abendlichen Ballonglühen. Der Lumi-Ballon sollte mitglühen und die Teilnehmer waren begeistert dabei, den Ballon ein 2. Mal auszupacken, aufzurüsten und (nach dem Nightglow) wieder einzupacken. Eine reife Leistung! Ballon-Taufe und alles, was dazu gehört, fand dann im Korb in der einmaligen Nacht-Atmosphäre von 8 illuminierten Ballonen statt.
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